In dieser Artikelreihe, die hier beginnt, haben wir ausgewertet, inwiefern es nützlich ist, ganze Getreide (in Körnern) auf unserem wöchentlichen Speiseplan einzuführen; im Laufe der Posts habe ich euch empfohlen, welche zu privilegieren sind und wie man sie einführt. In Bezug auf die in Bezug auf die Bedeutung, die Getreidekörner für die Ernährung haben, und auf die Macht ihrer Struktur haben wir unterstrichen, dass für ihre Verwendung einige anfängliche Vorkehrungen notwendig sind, weil wir nicht alle fähig sind, sie zu verdauen und sie vollständig zu verwerten. Diesbezüglich haben wir einen optimalen und physiologischen Weg für ihre Einführung und Verwendung ermittelt, auf den ich euch kurzerhand verweise. Ich würde euch auch gerne daran erinnern, dass die Verschiedenheit der Ethnien, die unterschiedlichen Gewohnheiten, die unterschiedlichen örtlichen Märkte, die vielfältigen familiären und persönlichen Gewohnheiten und im Wesentlichen die unterschiedlichen individuellen Stoffwechsel es recht schwer machen, verallgemeinerte Ratschläge an ein potentiell weltweites Publikum zu erteilen. Wägt also von Fall zu Fall selbst ab. Wenn die allmähliche Einführung von ganzen Getreiden (in Körnern) in eure Ernährungsgewohnheiten ohne Schwierigkeiten vollzogen wurde, ist das letzte Getreide, von dem ich euch rate, es auf eurem Speiseplan einzuführen, die Gerste. Es handelt sich um ein ziemlich vielseitiges Getreide: viele werden das köstliche Getränk kennen, das man aus gerösteter Gerste erhält[1], oder den Gebrauch, den man davon für die Bier- oder Spirituosenherstellung macht. Auch in diesem Falle sind wir umsichtig und befolgen die Kriterien der Gradualität, die wir hier beschrieben haben.
Wie bei den meisten Getreidearten ist das Gerstenkorn von einem recht harten und unverdaulichen Häutchen umgeben. Im Handel findet man Gerste in unterschiedlichen Graduierungen der Geschliffenheit, die den typischen Verarbeitungszuständen von Reis entsprechen. Die Arten, die normalerweise in der Ernährung verwendet werden, sind entspelzte Gerste (das Korn ist teilweise geschält) und polierte Gerste, die am besten verdauliche. Für polierte Gerste rate ich, sie (in einem normalen Topf) 90 Minuten und zusammen mit reichlich Zwiebel zu kochen. Wie auch der Dinkel ist die Gerste ein typisches Wintergetreide, und normalerweise isst man in dieser Jahreszeit mehr davon. Zweimal pro Woche stellt einen guten Einnahmedurchschnitt dar, wenn sie keine Verdauungs- oder Aufnahmeprobleme bereitet. Vollkornreis, Hirse, Dinkel und Gerste sind, unter energetischen und ernährungstechnischen Gesichtspunkten, die interessantesten Getreide – man kann sogar so weit gehen, sie zu den Fantastischen Vier der Süßgräser zu erklären. Indem wir sie in unsere Diät einführen, werden wir in der Lage sein, unseren Organismus mit einer ausgedehnten Bandbreite spezifischer Qualitäten zu versorgen. Dies ist der am weitesten entwickelte und fachspezifischste Gebrauch, den wir von den Getreiden in einer nicht-therapeutischen Ernährung machen können. Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, dass die Art der Einnahme der Lebensmittel sehr wichtig ist: ganze Gerste, Gerstenmehl, Gerstenkaffee, Gerstenmalz, Gerstenmalzbier sind separate Welten, deren Unterschiede nicht allein in der Tabelle der organoleptischen Bestandteile ihre Bestätigung finden: sie liegen vor allem in der Veränderung ihrer strukturellen Eigenschaften. Guten Appetit!
ins Deutsche übersetzt von Elisabeth Becker Bild mit freundlicher Genehmigung von buttalapasta.it